B-Junioren holen den FVRZ-Pokal auf die Allmend-Brunau zurück!

21. Juni 2019

Endlich war es soweit: Cupfinaltag! Die Anspannung war spürbar, es galt vor dem Spiel die richtige Konzentration und Bissigkeit zu finden um das Finale nicht nur zu spielen – sondern es zu gewinnen! Das Wetter schien aber nicht richtig mitmachen zu wollen. Etwa 90 Minuten vor Spielbeginn kam es zu einem etwa 30 Minuten lang anhaltenden Monsunregen, welcher die Platzverhältnisse erheblich erschwerten. Doch man wollte sich von der Mission “Finish Strong” nicht abhalten lassen.

Taktisch stellte das Trainerduo Fabio-Morlet auf eine Art und Weise auf, um die bereits bekannten Schwamendinger Deffizite zu nutzen: 4-2-3-1 mit 4 Offensivspielern und 2 Aussenverteidiger die viel Druck nach vorne erzeugen sollten. Trotz der offensiven Ausrichtung verlangten die Trainer aber defensive Arbeit und Disziplin von der gesamten Elf, dies um kompakt zu stehen und gegen den Ball gut arbeiten zu können.

Der FC Schwamendingen begann das Spiel etwas besser und hatte gleich in der 1. Minute eine nennenswerte Möglichkeit um in Führung zu gehen, aber der Red Stärler Torhüter Merkas konnte gut abwehren. Red Star versuchte in der Folge besser ins Spiel zu kommen und wollte das Zepter an sich reissen. Das gelang ganz gut und so kamen wir auch zu mehreren Chancen. Das Spiel wurde aus Sicht des FC Red Star hauptsächlich über die Seiten gestaltet, wo Abazi und Salihu recht offensiv agierten und immer wieder von hinten Druck machten (von dort aus kamen auch die grössten Gefahren für den FC Schwamendingen). Das 0:1 in der 4. Minute war auch eine logische Folge daraus: Ein schneller Doppelpass auf dem Flügel brachte Fiore in die Position zu Flanken und in der Mitte stand Vila Flor goldrichtig um den Ball direkt in die lange Ecke abzulenken! 0:1 Red Star! Danach machte Red Star weiter viel Druck, erspielte sich 3-4 hochkarätige Chancen, aber der schwamendinger Torwart Andrianello glänzte mit einer Parade nach der anderen und hielt so sein Team im Spiel. Der 1:1 Ausgleich des FC Schwamendingen war daher nicht mal in der Luft und entstand aus einer Unachtsamkeit des sonst mit den Füssen souverän spielenden Merkas: Rückpass von Brandt in Richtung Torwart, der Ball rollte dem Red Stärler Torwart am Fuss vorbei und rein ins Leere Netz. Schön zu sehen war danach aber, dass die Mitspieler ihn wieder aufzumuntern versuchten und das würde später auch einen positiven Effekt haben… Der FC Red Star wollte folglich dem Ausgleich wieder voll aus Gaspedal treten und erspielte sich wiederum mehrere Chancen zum erneuten Führungstreffer. Nur Andrianello stand wieder im Weg und vereitelte mit hervorragenden Reflexen weitere hochkarätige Chancen. Fabio Fiore hatte aber letztendlich doch etwas dagegen und nachdem ein hoher Abpraller sich ihm vor dem Penaltypunkt mit Rücken zum Tor präsentierte, probierte er einen Fallrückzieher, welcher herrlich den Weg ins lange Eck fand. Auch in der Folge war nichts mit ausruhen, denn die Chancen häuften sich und Red Star machte weiter vehement Druck um die Führung auszubauen. Doch wieder war es der Schwamendinger Torwart der sein Team im Spiel hielt. Und wie es im Fussball so ist, kam sein Team nach der 30. Minute gleich zu 2 Chancen: Darkwa spielte auf Konter durch die rechte Seite zwei Mal die Red Stärler Abwehr regelrecht schwindlig und in der zweiten Aktion vermochte die Hintermannschaft abschliessend nicht zu klären. Der Ball kullerte so zu Arifi auf den 2. Pfosten wo er nur ins leere Tor einzunetzen brauchte. In der Folge war aber definitiv Sense für Schwamendingen: Der FC Red Star hatte defintiv genug vom Katz und Maus Spiel und wollte nun die Sache klar machen. Man hatte den Eindruck, dass jedes Mal wenn Red Star vollgas geben wollte, der FC Schwamendingen nicht viel entgegenzusetzen hatte, zumal die taktischen Anweisungen der Trainer der Red Stärler gut umgesetzt wurden und das Flügelspiel weiterhin sehr gut funktionierte. In der Folge war auch die Zone 2 vom FC Red Star kontrolliert und der Gegner konnte kaum mehr ins Spiel kommen. Abermals eine gute Aktion von Salihu auf der rechten Seite brachte dann die erneute Führung herbei, denn seine Flanke aus dem Lauf fand Ladner im 16er, welcher per Kopf den Ball in Richtung langer Posten steuerte! 2:3 Red Star! Mit diesem Resultat ging es auch in die Pause.

In der Halbzeit war die Ansprache klar: Defensiv resoluter mit dem Gegner umgehen und keine Räume zulassen, im Zentrum weiter die Zone 2 kontrollieren und nach vorne pushen um die Führung auszubauen. Die Flanken aus der Seite hinter die Abwehr sollten weiterhin Druck auf die Schwamendinger Hintermannschaft erzeugen.

Die physische Dominanz seitens Red Star wurde in der zweiten Hälfte dann noch klarer ersichtlich und so konnte der Gegner nur noch mit langen Bällen agieren, welche die Innenverteidiger Brandt und Ibrahimi abgesehen von sehr seltenen Unsicherheiten aber gut kontrollieren konnten. Offensiv hatte man weitere Chancen, aber der Torwart des FC Schwamendingen war abermals die Lebensversicherung seines Teams. Der Druck wurde dann aber irgendwann zu gross und in einer Aktion wurde gleich doppelt von links nach rechts und von rechts nach links geflankt; Letztere war so gut, dass Klincov auf dem langen Pfosten nur noch einzunicken brauchte! Endlich die Doppelführung für Red Star.

Folglich war die Gegenwehr des FC Schwamendingen fast schon gebrochen und die Red Stärler bekamen in der 83. einen Strafstoss zugesprochen nachdem Memic in 16er zu Fall gebracht wurde: Der gefoulte selbst, sonst ein sicherer Schütze, nahm Anlauf aber der Schuss war derart unplatziert, dass Andrianello den Ball und den dann gleich noch den Nachschuss von Klincov doppelt parierte. Und keine 3 Minuten später kam es wieder zu einem Strafstoss für Red Star: Wieder nahm der gefoulte Anlauf (dieses Mal Salihu), aber er wollte den Ball zu gut platzieren und haute ihn an den Pfosten (Andrianello war schon unterwegs in die andere Ecke)… Nicht umsonst gibt es eine Regel bei der der Gefoulte nicht schiessen sollte! Das gab natürlich dem Gegner immer wieder neuen Aufwind, aber zwingend wurde es vor dem Kasten des FC Red Star nie wirklich, weil die Hintermannschaft und das Mittelfeld nun wirklich alles im Griff hatten. In der 92. Minute liess Memic sich dann für den verschossenen Penalty vergeben: Langer Ball auf den zweiten Pfosten welcher er mit dem Vollspann direkt ins lange Eck schlänzte! Mit dem Spielstand von 2:5 für Red Star war das Ding definitiv gelaufen.

Als nach dem Schlusspfiff dann “We are the Champions” ertönte war die Freude riesengross! Der FVRZ-Pokal kommt wieder zurück auf die Allmend-Brunau!

Die Mannschaft hat sich diesen Triumph hart verdient! Durch die ganze Saison hinweg wurde immer sehr hart gearbeitet, wenig geredet, und die Arbeitseinstellung und der Wille der Mannschaft war immer sehr hochstehend. Sie hat gelitten, geschwitzt und geblutet, aber letztendlich ist dieses Rezept das einzig Richtige um Erfolg zu haben. An dieser Stelle ein grosses Kompliment an alle die mitgewirkt haben. Ebenfalls bedanken möchten sich Staff und Mannschaft bei allen Fans welche die Mannschaft über das ganze Jahr unterstützt haben. Ohne Euch wäre dies nicht möglich gewesen.

RED STAR 4EVER!

FC Schwamendingen – F.C. Red Star Zürich 2:5 (2:3)

430 Zuschauer. Schiedsrichter: Tino Troller. Assistenten: Fabian Weber, Valerio Corrupato.
Tore: 4. Vila Flor 0:1. 11. Eigentor Brandt 1:1. 14. Fiore 1:2. 35. Arifi 2:2. 38. Ladner 2:3. 71. Klincov 2:4. 92. Memic 2:5.

FC Schwamendingen: Andrianello; Isufi, Isch, Özkaraoglu, Arifi, Cima Gomes, Fall, Dalipi, Cardoso, Stosic, Darkwa. – Einwechselspieler: Sousa, Salihovic, Josipovic, Stojkovic, Oliva, Lopez, Coimbra Oliveira.

FC Red Star ZH: Merkas; Ibrahimi, Boakye, Fiore (83. Valentino), Salihu, Ladner, Klincov (73. Krasniqi) , Abazi, Vila Flor, Brandt, Memic. – Einwechselspieler: Amardzic, Chimaobi, Valentino, Schwerri, Tremml, Moliner, Krasniqi.

Bemerkungen: Schwamendingen ohne Alizade (gesperrt), Hersche und Izairi (beide verletzt) sowie Pacoli, Muaremi, Gizzi und Sagaaro (alle abwesend). Red Star ohne Francesevic und Dilla (beide verletzt) sowie Tschupp, Pasquariello und Peggs (alle abwesend).

Autor: Domenico Fabio

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